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SkF-Stiftung Agnes Neuhaus
c/o SkF Gesamtverein e.V.

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Zur Arbeit mit geflüchteten Menschen
 
Da sein, Leben helfen  

Begegnungen bereichern das Leben

SkF-Stiftung Agnes Neuhaus prämierte integrative Projekte

Die SkF-Stiftung Agnes Neuhaus prämierte am Wochenende auf der Delegiertenversammlung in Bad Salzdetfurth mit insgesamt 5.000 Euro drei Projekte aus SkF Ortsvereinen, die beispielhaft zu einer offenen, demokratischen Gesellschaft beitragen. Die ausgezeichneten Projekte verringern Segregation zwischen Einheimischen, Neuangekommenen und den verschiedenen Milieus, ermöglichen das gegenseitige Kennenlernen und tragen so zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei. Das Motto des diesjährigen Stiftungspreises lautet: „Miteinander – Begegnungen bereichern das Leben; Projekte im SkF fördern den Zusammenhalt der Gesellschaft.“    

v. l. Vorsitzende Rosi Giesbert und
Geschäftsführerin Barbara Kurlemann vom SkF Ibbenbüren  

Mit dem ersten Preis wurde der SkF Ibbenbüren für sein Projekt „MEET & EAT - welcome to ibb“ ausgezeichnet. An jeweils vier Abenden kochen und essen Geflüchtete und Ehrenamtliche gemeinsam ein Willkommensdinner und bekommen dabei Einblicke in unterschiedliche Kulturen, tauschen sich aus und lernen sich kennen. Dieser Ablauf wiederholt sich fortlaufend mit jeweils neuen Gästen, die sich auch in die Vorbereitung und Durchführung der Dinner-Abende einbringen. Auch in der benachbarten Senioreneinrichtung wird gekocht, um den Bewohner_innen Begegnungen mit den Geflüchteten zu ermöglichen.

v. l. Maria Elisabeth Thoma, Vorsitzende Stiftungsvorstand;
Birgit Adams und Anke Bindseil vom SkF Neuss;
Huberta Freifrau von Boeselager, Stiftungsvorstand

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt der SkF Neuss mit seinem Projekt „Gemeinsam im Quartier – Respekt-Toleranz-Dialog“, das den zweiten Platz erreichte. Es verbindet sozialraumorientierte Integrationsarbeit mit einer Plakataktion als Öffentlichkeitskampagne für Respekt und Toleranz. Ein vielfältiges Kursangebot dient ebenso wie die Hausaufgabenbetreuung für Geflüchtete deren Kompetenzerweiterung und dem solidarischen Miteinander. Eine interkulturelle Mutter-Kind-Gruppe ermöglicht Austausch und Kennenlernen verschiedener Kulturen unter dem verbindenden Moment der Mutterschaft. Traumatisierte Frauen erfahren eine intensive Betreuung. Es werden Feste gefeiert und Initiativen der Bewohner_innen des Viertels aufgegriffen und weiterentwickelt. So entstehen Gemeinschaftsprojekte, in die sich Menschen aus allen Kulturen einbringen können. Sie werden dadurch nicht zu Hilfeempfänger_innen, sondern gestalten aktiv mit. Dieser Ansatz wirkt sich positiv und nachhaltig auf die Lebensbedingungen des ganzen Stadtteils aus.

2017_Stiftungspreis_3_SkF Bochum
v. l. Stiftungsvorstandsvorsitzende Maria Elisabeth Thoma;
Vorstandsvorsitzende Dorit Klostermann und
Geschäftsführerin Michaela Wiedemhöver vom SkF Bochum;
Huberta Freifrau von Boeselager, Stiftungsvorstand

Den dritten Preis erhielt der SkF Bochum für sein Projekt „Gut ankommen! Tandem-Modell im SkF“, in dem ehrenamtliche Pat_innen unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge, über die der SkF die Vormundschaft führt, bei der Integration in unsere Gesellschaft unterstützen. Sie bauen eine persönliche Beziehung zu den jungen Geflüchteten auf und erklären ihnen Rechte und Pflichten, Sitten und Gepflogenheiten in Deutschland bzw. lassen diese erlebbar werden. Die Pat_innen gestalten Freizeit mit den Jugendlichen und helfen bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen. Sie kümmern sich um schulische Probleme und begleiten bei Arztbesuchen. Diese Hilfe wird nach Erreichen der Volljährigkeit und Entlassung aus der Jugendhilfe weitergeführt, oft mit familiärer Anbindung.

Stiftungsvorsitzende Maria Elisabeth Thoma in ihrer Laudation bei der Preisverleihung: „Es ist sehr bemerkenswert, mit welch großem Engagement, mit wie viel Kreativität und Durchhaltevermögen die ehrenamtlichen und beruflichen Mitarbeiter_innen in den prämierten Projekten ihren Beitrag zur Integration der geflüchteten Menschen in unserer Gesellschaft leisten und zum guten Miteinander aller beitragen. In diesem Sinne danke ich den Mitarbeiter_innen für ihren wertvollen Einsatz und wünsche ihren Projekten weiterhin viel Erfolg.“