Kontakt

SkF-Stiftung Agnes Neuhaus
c/o SkF Gesamtverein e.V.

Agnes-Neuhaus-Straße 5
44135 Dortmund

Telefon 0231 557026-25
Telefax 0231 557026-60 
mersch@skf-zentrale.de

 
Preisträger

1. Preis
SkF Berlin - Projekt "Kid-Mobil "

1. Preis
SkF Mainz - Projekt "Familienpaten Mainz interkulturell"

2. Preis
SkF Lippstadt - Projekt "Cap 27"

3. Preis
SkF Aachen - Projekt "Do it! Transfer Plus"

 
Stiftungspreis 2016  

Unentgeltlich und unbezahlbar

SkF-Stiftung Agnes Neuhaus prämiert Ehrenamtsprojekte

Ehrenamtlich engagierte Frauen und Männer leisten einen unverzichtbaren Beitrag in unserer Gesellschaft. Sie setzen sich für andere ein, gestalten das Gemeinwesen, rücken Notlagen in das Bewusstsein der Menschen und bereichern ganz neben bei auch ihr eigenes Leben. Im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung der SkF-Stiftung Agnes Neuhaus wurden vier Projekte ausgezeichnet, die herausragend und beispielhaft zeigen, wie vielfältig und unverzichtbar ehrenamtliches Engagement ist.

Stiftungspreisträger 2016 

Den dritten Preis erhielt das Projekt „Do it! Transfer“ des SkF Aachen, in dem Ehrenamtliche Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge übernehmen. Die Zahlen der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge sind frappierend. Sie brauchen Zuwendung und Halt, jemanden, der mit ihnen Perspektiven entwickelt, sie stärkt und erzieherische Verantwortung für sie übernimmt. Neben den beruflich-professionellen Einrichtungen und Diensten hat der SkF Aachen ehrenamtliche Vormünder für diese Aufgabe gewonnen. In kurzer Zeit konnten 50 Ehrenamtliche geschult und vorbereitet werden. Dieses Engagement zeigt in beeindruckender Weise, welch enorm hohe Verantwortung ehrenamtlich Engagierte übernehmen.

„Cap 27“ des SkF Lippstadt ist ein Begegnungszentrum mit Café, Kleiderlädchen und Veranstaltungen. Mit dem Netzwerkprojekt im Sozialraum, gestalten Ehrenamtliche aktiv ihre Stadt. Netzwerke brauchen persönliche Kontakte, Verlässlichkeit und Zeit. Da gilt es manchmal auch, „dicke Bretter zu bohren“ und „am Ball zu bleiben“. Dieses Engagement ist beispielhaft für die vielen Aufgaben, die Ehrenamtliche übernehmen und mit denen sie ihren Sozialraum etwas lebenswerter machen. Somit wurde das „Cap 27“ in Lippstadt mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Auf Platz eins konnten gleich zwei Projekte gesetzt werden.
Das Projekt Kid-Mobil des SkF Berlin leistet einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Straffälligenhilfe. Ehrenamtliche in Berlin begleiten Kinder von Inhaftierten bei Besuchen in die JVA. Sie unterstützen die Kinder in einer hochemotionalen und schwierigen Situation und fangen auf dem Hinweg und Rückweg viele Ängste, Unsicherheiten, Freude und Wut auf. Herausragend ist das Engagement der Ehrenamtlichen, die sich in dieses sensible Feld begeben und damit auch ein Stück Prävention auf dem Lebensweg der Kinder gewährleisten.

Der zweite erste Preis ging nach Mainz an das Projekt „Migranten für Migranten“.
In Mainz unterstützt der SkF junge Migrantenfamilien sowie Schwangere und Mütter in Flüchtlingsunterkünften. Sprachliche und kulturelle Barrieren erschweren diese Hilfe häufig. Daher wurden Migrantinnen und Migranten gewonnen, sich als ehrenamtliche Familienpaten zu engagieren. Sie besuchen die Familien, helfen beim Einkauf oder bei Behördengängen. Besonders überzeugend ist, dass mit diesem Projekt die interkulturelle Kompetenz der Migrant/-innen eingebunden wird und ihnen, wie allen anderen Engagierten, viel zugetraut wird. Damit trägt das Projekt sicher zur Verbesserung der Integration der neu bei uns Ankommenden aber auch zum besseren gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt bei.

„Ehrenamt ist unentgeltlich, der geleistete Einsatz unbezahlbar“, führte Stiftungsvorsitzende Maria Elisabeth Thoma aus. „Die drei Preisträger und andere Projekte verdeutlichen auch, dass eine gute Ehrenamtsarbeit berufliche Unterstützung benötigt. Die hohe Qualität, die Verlässlichkeit und der Umgang mit Krisen können nur gelingen, wenn die ehrenamtlich Engagierten geschult und begleitet werden. In diesem Sinne danke ich den Ehrenamtlichen und den Beruflichen für ihren Einsatz und wünsche weiterhin viel Erfolg für die Projekte“, schloss Thoma ihre Laudatio.