Fotos von der Verleihung

Gemeinsame Freude!



1. Reihe von links: Anke Rieping, Vorsitzende der Bürgerstiftung Tecklenburger Land; Barbara Schneebeck, Coach bei "Alt für Jung"; Barbara Kurlemann, Geschäftsführerin im SkF Ibbenbüren; Christa Terheiden, Projektleiterin Alt für Jung; Marlies Viering, Vorsitzende SkF Hameln; Andrea Kürner, Diözesan AG des SkF Hamburg-Altona; Dr. Marion Gierden-Jülich, stellvertr. Vorsitzende SkF-Stiftung Agnes Neuhaus; Dr. Anke Klaus, SkF Bundesvorsitzende
2. Reihe, hinten, von links: (leicht verdeckt) Freifrau Huberta von Boeselager, Vorstand SkF-Stiftung Agnes Neuhaus; Christiane Emmel, No Limits; Dr. Josephin von Spiegel, Vorsitzende SkF Hamburg-Altona; (verdeckt) Claudia Jelinski-Lötz, SkF Hamburg-Altona; Gerrit Abelmann, Vorstand DKM

1. Preis: SkF Hamburg-Altona "Kleider machen Leute"

1. Preis SkF Hamburg-Altona

Claudia Jelinski-Lötz, SkF Hamburg-Altona; Andrea Kürner, Diözesan-AG des SkF Hamburg-Altona; Gerrit Abelmann, Vorstand DKM, Dr. Marion Gierden-Jülich, stellvertr. Vorsitzende SkF-Stiftung Agnes Neuhaus; Freifrau Huberta von Boeselager, Vorstand SkF-Stiftung Agnes Neuhaus; Dr. Josephin von Spiegel, Vorsitzende SkF Hamburg-Altona

2. Preis SkF Ibbenbüren "Alt für jung"

2. Preis SkF Ibbenbüren

Gerrit Abelmann, Vorstand DKM; Christa Terheiden, Projekt Alt und Jung; Dr. Marion Gierden-Jülich, stellvertr. Vorsitzende SkF-Stiftung Agnes Neuhaus; Freifrau Huberta von Boeselager, Vorstand SkF-Stiftung Agnes Neuhaus; Barbara Kurlemann; Geschäftsführerin SkF Ibbenbüren

3. Preis SkF Hameln "No Limits"

3. Preis SkF Hameln

Dr. Marion Gierden-Jülich, stellvertr. Vorsitzende SkF-Stiftung Agnes Neuhaus; Marlies Viering, Vorsitzende SkF Hameln; Christiane Emmel, No Limits; Freifrau Huberta von Boeselager, Vorstand SkF-Stiftung Agnes Neuhaus

Fotos: © SkF Gesamtverein e. V.

 
Preisträger 2013  

Stiftungspreis 2013

Der Stiftungspreis 2013 der SkF-Stiftung Agnes Neuhaus prämierte das beste Projekt zum Themenschwerpunkt "Ich schaffe das!" - Verselbstständigende Ansätze in der Jugendhilfe.

Der Übergang in das Erwachsen-Werden ist für Jugendliche eine klassische Entwicklungsaufgabe. Sich einzugliedern in die Gesellschaft, in ihre Aufgaben und Rollen, Verantwortung zu übernehmen, einen Platz zu finden und dabei den eigenen Lebensentwurf zu entwickeln, ist eine hohe Anforderung.

Der Weg des Selbstständig-Werdens kann individuell sehr unterschiedlich sein. Insbesondere Jugendliche/junge Erwachsene, die in der Jugendhilfe betreut werden, müssen anders als die meisten Gleichaltrigen ihre Entwicklungsaufgaben unter schwierigeren Bedingungen bewältigen. Aufgrund ihrer prekären Lebenslage ist es für sie schwer, aus einem Netz von Schwierigkeiten, das z. B. aus Konflikten mit den Eltern, sozialer Isolation von Gleichaltrigen, Schulversagen und mangelnder Berufsperspektive gewebt ist, eigenständig einen Ausweg zu finden. Notwendig sind Angebote, die es Jugendlichen und jungen Volljährigen ermöglichen, nachzureifen und die sie in ihrer Entwicklung zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit fördern und unterstützen.

Die Preisträger des Stiftungspreises 2013 wurden, wie immer, im Rahmen der SkF Bundesdelegiertenversammlung, dieses Jahr im Franz-Hitze-Haus in Münster, gewürdigt. In diesem Jahr wurde die Preisverleihung von der stellvertretenden Stiftungsvorsitzenden Dr. Marion Gierden-Jülich vorgenommen. Ein Grußwort sprach Gerrit Abelmann, Vorstandsmitglied der DKM Darlehnskasse Münster.  

In diesem Jahr hießen die Preisträger: SkF Hamburg-Altona, SkF Ibbenbüren und  SkF Hameln.

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Der 1. Preis in Höhe von 5.000 Euro ging an das Projekt des SkF Hamburg-Altona "Kleider machen Leute"

Ein Kooperationsprojekt zwischen Wohnhaus für Frauen und Kleiderkiste. 

Kleider machen Leute ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Wohnhaus für Frauen und dem sozialen Projekt Kleiderkiste, beide in der Trägerschaft des SkF e.V. Hamburg-Altona. Die Kleiderkiste - ein ehrenamtlich geführter Laden - verkauft Kleider für Frauen, Kinder und Jugendliche an Familien mit geringem Einkommen. In dieses Projekt integriert ist ein niedrigschwelliges Beschäftigungs- und Arbeitsangebot, an dem junge Frauen zwischen 16 und ca. 27 Jahren teilnehmen können, die vom Wohnhaus für Frauen individuell beraten, begleitet und unterstützt werden. Das Beschäftigungsangebot wird von einer Sozialpädagogin begleitet.

Einige der jungen Frauen leben im Wohnhaus, andere werden in der eigenen Wohnung ambulant betreut. Die Frauen haben eine sehr unterschiedliche soziale Herkunft und verfügen über unterschiedliche schulische oder berufliche Vorbildung. Allen gemeinsam ist die schwierige Lage, sich nach den von ihnen durchlebten Krisen (Gewalt, sexuelle Übergriffe, seelische und körperliche Übergriffe, psychiatrische oder psychosomatische Klinikaufenthalte) in der Berufs- und Arbeitswelt zu orientieren und zu integrieren. Sie sind ängstlich, antriebsschwach und kaum belastbar.

Mehr Informationen zum Projekt  und zum SkF Hamburg-Altona finden Sie hier .  

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Der 2. Preis in Höhe von 1.000 Euro ging an das Projekt des SkF Ibbenbüren "Alt für Jung"

"Alt für Jung" ist ein generationsübergreifendes Projekt der Bürgerstiftung Tecklenburger Land in Zusammenarbeit mit dem SkF.

Schülerinnen und Schüler zwischen 16 - 25 Jahre mit Defiziten in ihrer schulischen Laufbahn, Problemen bei der Berufsfindung, oft aus belastetem Umfeld, aus unvollständigen, bildungsfernen Familie, werden von lebenserfahrene Damen und Herren - hier Coachs genannt - ehrenamtlich, beim Übergang von Schule zum Beruf begleitet.

Schülerinnen und Schüler, die verunsichert sind auf Grund ihrer schulischen Leistung, ihrer Herkunft, sollen dabei unterstützt werden, persönliche Potentiale zu entdecken um daraus eine Lebensplanung zu entwickeln. Schüler entwickeln Berufswünsche, beschäftigen sich mit Berufsbildern, machen Praktika, werden beim Bewerbungsverfahren angeleitet und unterstützt. Diese Begleitung leisten Damen und Herren, meist im Rentenalter, ehrenamtlich, außerhalb von Schule, in Absprach mit den Eltern. Entwicklungspotentiale bei den Jugendlichen sollen geweckt werden, eigene Ressourcen aktiviert und konkrete Zukunftspläne erstellen und umsetzt werden. Die Begleitung ist darauf ausgerichtet, Ressourcenorientiert zu arbeiten, mit kleinsten Schritten zum Ziel kommen. Die Begleitung findet in Einzelkontakten statt. Sehr häufig erkennen die Jugendlichen ihre eigenen Ressourcen nicht, sind verunsichert und benötigen viel Zuspruch. Jugendliche mit Migrationshintergrund sind zu einem Drittel Teilnehmer dieses Projektes.

Mehr Informationen zum Projekt  und zum SkF Ibbenbüren finden Sie hier .

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Der 3. Preis in Höhe von 1.000 Euro ging an das Projekt des SkF Hameln an die Anlauf- und Beratungsstelle "No Limits"

Die Anlauf- und Beratungsstelle "No Limits" wurde vor 15 Jahren gegründet, weil deutlich wurde, dass es vor Ort hinsichtlich sexueller Gewalt kaum Beratungsangebote für Mädchen gab. Um den Mädchen den Zugang zur Beratung zu erleichtern und einen geschützten Ort für sie zu schaffen, wurde ein Mädchencafé als offener Treffpunkt für Mädchen ab 11 eingerichtet. Für Schulklassen wurden sexualpädagogische Präventionskurse entwickelt.

Neben der Hilfe für Mädchen und junge Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, haben sich weitere inhaltliche Schwerpunkte entwickelt. In den letzten Jahren haben verstärkt Mädchen mit Migrationshintergrund, vor allem aus kurdischen Familien, unsere Angebote nachgefragt. Für sie ist das Mädchencafé häufig die einzige Jugendeinrichtung, die sie besuchen dürfen. Für diese Mädchen ist es besonders wichtig, dass sie Themen wie arrangierte Ehe, Zwangsheirat, familiäre Gewalt, Selbstbestimmung, Integrationsprobleme und fehlende Unterstützung hinsichtlich der schulischen und beruflichen Ausbildung außerhalb ihrer Familien ansprechen können. Die Vertraulichkeit der Gespräche hat einen hohen Stellenwert. Im Bedarfsfall werden Kontakte zu weiteren Beratungsstellen oder Institutionen vermittelt und Schutzmaßnahmen angeboten. Die Beratung kann auch von Eltern und Lehrern in Anspruch genommen werden.

Mehr Informationen zum Projekt  und zum SkF Hameln finden Sie hier .

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