Preisträger 2012  

Der Stiftungspreis 2012 der SkF-Stiftung Agnes Neuhaus prämierte Projekte zum Themenschwerpunkt
"Ich bin nicht allein - Hilfen für Frauen im Alter"

2011 hatte die SkF-Stiftung Agnes Neuhaus erstmals den SkF-Stiftungspreis zum Schwerpunkt "Neue Wege zur Eigenaktivierung von Menschen in Armut - Förderung einer eigenverantwortlichen Lebensgestaltung" ausgeschrieben. mehr  

SkF-Stiftungspreisträger 2012

v.l. Monika Kleine, Angelika Berzdorf-Lenders, SkF Köln;
Maria Elisabeth Thoma, SkF -Stiftung; Ursula Erdelen-Schäfer,
SKFM Mettmann; Martin Mehring, SkF Ahaus;
Angelika Litmeier, Rita Rüttger und
Lilo Löffler vom SKFM Mettmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Verleihung des SkF-Stiftungspreis 2012 fand im Rahmen der Delegiertenversammlung des SkF Gesamtverein e.V. am 26. Juni 2012 in Augsburg statt.

Im Jahr 2030 werden Frauen durchschnittlich etwa zwölf Jahre länger leben als Männer. Schon die heutige Altersgesellschaft ist bei den über 60jährigen zu zwei Dritteln und bei den über 75jährigen zu drei Vierteln eine Frauengesellschaft.

Mit der "Feminisierung des Alters" gehen viele Probleme einher: Frauen gehören bedingt durch ihre Biographie am ehesten zu den armen Alten. Sie leben in relativ schlechteren Wohnungen, sie leben einsamer. Die Probleme, die aus dem individuellen Altern und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erwachsen, erfordern Hilfen für eine bessere Lebensqualität und differenzierte Angebote, die es Frauen ermöglichen, ihre vorhandenen Ressourcen zu erhalten und zu nutzen. 

DIE PREISTRÄGER 2012

1. Preis: SkF Dekante Ahaus und Vreden

Der erste Preis in Höhe von 5.000 Euro ging an das Projekt "Leben im Alter"


Allein lebende ältere Menschen - überwiegend Frauen - werden von Ehrenamtlichen begleitet und bei verschiedenen Angelegenheiten im Alltag unterstützt. Die Ehrenamtlichen besuchen sie zu Hause und pflegen regelmäßig Kontakt. Sie haben Zeit für ein Gespräch, schauen gemeinsam alte Fotoalben an oder gehen mit ihnen spazieren. Neben der sozialen Begleitung unterstützen die Ehrenamtlichen die älteren Menschen bei verschiedenen Angelegenheiten und geben ihnen ergänzende Hilfestellungen im Haushalt.

Jüngere und ältere Frau beim "Kaffeeklatsch"

Gelebtes Miteinander

Das Besondere bei diesem Projekt ist, dass Seniorinnen und Senioren selbst aktiv werden: eine Gruppe von Ü55-jährigen Freiwilligen steht für die Betreuungspartnerschaften zur Verfügung. Eine hauptberufliche Projektverantwortliche klärt, welche Partnerin zu welcher Seniorin passt, bereitet die Partnerinnen durch Schulungen und Fortbildungen fort und begleitet die Partnerschaft.

Informationen: SkF Ahaus-Vreden Konzeptbausteine LiA pdf, 11 kB  / Pressemitteilung des SkF Ahaus und Vreden
Kontakt: Angelika Litmeier, 02561 952333, info@handfest-ahaus.de , http://www.handfest-ahaus.de

Zwei weitere Preise im Wert von je 1.000 Euro erhielten Projekte aus dem SkF Köln und dem SKFM Mettmann

2. Preis: SkF Köln

"Bleibe!" - Hilfen zum Wohnen für obdachlose der von Obdachlosigkeit bedrohte Seniorinnen  

Maria Elisabeth Thoma, Angelika Berzdorf-Lenders, Monika Kleine
Maria Elisabeth Thoma, SkF-Stiftung,
Angelika Berzdorf-Lenders und Monika Kleine vom SkF Köln


"Bleibe!" richtet sich an obdachlose Seniorinnen und durch das Leben auf der Straße vorgealterte Frauen. Diese Frauen "pendeln" häufig zwischen Psychiatrie, Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und der Straße.
Ihr meist auffälliges und sozial inadäquates Verhalten macht eine Beheimatung in Senioren- oder Pflegeheimen nahezu unmöglich. Teilweise werden Hilfe nach SGB II oder SGB XII verweigert.
"Bleibe!"schließt eine Lücke zwischen den verschiedenartigen Hilfesystemen. Der Altenhilfe, Wohnungslosenhilfe und Psychiatrie

Informationen pdf,  155 kB


Kontakt:
Karolin Balzer,0221 126950, karin.balzar@skf-koeln.de   / Anne Rossenbach, 0221 126950, anne.rossenbach@skf-koeln.de

2. Preis: SKFM Mettmann

Nachhaltige Hilfen bei Häuslicher Gewalt gegen Seniorinnen


Maria Elisabeth Thoma, SkF-Stiftung; Lilo Löffler, Angelika Litmeier, Ursula Erdelen-Schäfer vom SKFM Mettmann

Der SKFM Mettmann freut sich über den 2. Preis,
vertreten durch 2. v. l. Lilo Löffler, Rita Rüttger und
Ursula Erdelen-Schäfer. Links Maria Elisabeth Thoma
von der SkF-Stiftung Agnes Neuhaus  

Durch die vernetzte kontinuierliche Arbeit der Akteure im Kreis Mettmann zum Thema’ Gewalt im sozialen Nahraum der Familie‘ werden betroffene Frauen ermutigt, eine Lösung für ein Leben ohne Gewalt und Demütigungen zu suchen.

Im Kontakt und in der Beratung dieser Frauen wurde deutlich, dass das bestehende Hilfesystem den älteren Opfern nicht gerecht wird. ‚Häusliche Gewalt‘ ist für die Seniorinnen meist mit starken Tabus behaftet. Häufig haben sie noch ‚geschlechtsspezifische Rollenbilder‘, sind emotional und ökonomisch abhängig. In dem Glauben, dass niemand etwas gegen die Gewalt unternehmen könne, schämen sich die Frauen ihrer Opferrolle. Zudem leiden sie oder ihr Partner oftmals zum Beispiel an altersbedingten körperlichen Einschränkungen und sind besonders ortsgebunden. Auch fällt es oft schwer, die Kraft für einen Prozess der Veränderung aufzubringen und die dafür notwendigen Entscheidungen zu treffen. Folglich müssen adäquate Lösungsmöglichkeiten für Betroffene im Seniorenalter anders konzipiert sein als für jüngere Frauen. mehr  pdf, 265 k

Kreisweite Angebote des SKFM Mettmann e.V.: Frauen- und Kinderschutzhaus / Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt /  Wohnprojekt für Frauen / esperanza Schwangerschafts- und Väterberatung

Nachhaltige Hilfen bei häuslicher Gewalt gegen Seniorinnen im Kreis Mettmann pdf,  265 k / Informationen  pdf, 35 kB
Kontakt: Rita Rüttger, 02104 1419-220, rita.ruettger@skfm-metttmann.de

 

Die weiteren Projekte

SkF Dortmund-Hörde

"Aktiv bleiben" - Präventive Gesundheitsberatung

Durch eine präventive Sozial- und Gesundheitsberatung in häuslicher Umgebung sollen SeniorInnen, und hier insbesondere Frauen, der Wunsch nach einem möglichst langen, gesunden und selbstbestimmten Leben ermöglicht werden. 

SkF Dortmund-Hörde: Beratungsgespräch

SkF Dortmund-Hörde: Beratungsgespräch 

Ziel ist neben der Stärkung des Gesundheitsbewußtseins, hierbei die Frauen so zu motivieren, dass sie ihre häusliche Umgebung verlassen und an Aktivitäten des SkF mit dem anliegenden Begegnungszentrum und der ortsansässigen Krankenkasse BKK Hoesch teilnehmen. 

Informationen  pdf, 63 kB
Kontakt: Sabine Eggert, 0231 42579960 / Susanne Smolen, smolen@skf-hoerde.de , 0231 42579960

SkF Hildesheim

Frauengruppe 60 plusminus

Es handelt sich um ein offenes regelmäßiges Angebot für Frauen um die 60 Jahre und aufwärts, an jedem Donnerstag von 9.30 bis 11.30 Uhr.
Es gibt bei jedem Treffen ein Thema mit einer Referentin/einem Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Ziele sind Kontaktangebot, Aktivierung und Selbstorganisation der Teilnehmerinnen.
Kontakt: Andrea Franke, 05121 408821, skf-hi@t-online.de

 

SkF Leverkusen 

Kreative Angebote für die Bewohner
SkF Leverkusen: Kreative Angebote für die Bewohner 

Wohngemeinschaft Schlebusch Arcaden / Wohngemeinschaft Bergische Landstraße

Der SkF Leverkusen ist seit 2006 Träger einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenzerkrankung. Aufgrund der sehr positiven Resonanz wurde im Herbst 2010 eine zweite WG eingerichtet. Jede Wohngemeinschaft hat Platz für 14 dementiell erkrankte Menschen, davon 21 Frauen über 75 Jahre.

Das Wohnkonzept orientiert sich an den Bedürfnissen der Bewohner/Innen. Ziel ist es, den Bewohnern unserer Wohngemeinschaft ein Höchstmaß an Individualität sowie Selbstbestimmung zu ermöglichen und somit ein sehr persönliches Umfeld zu schaffen. Unterstützt werden die Bewohner durch ein übergreifend multiprofessionelles Team. Eine 24 Stunden Präsenz, sowie eine Grundserviceleistung sind hier selbstverständlich. Pflegerische Leistungen werden durch frei wählbaren Pflegedienst erbracht. Die Einbindung in die bekannten Alltagstätigkeiten ist für Demenzerkrankte ebenso wichtig wie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben der WG. Hier haben Bewohner die Möglichkeit an Sing-, Musik-, Kreativ- und Bewegungsangebote sowie Ausflügen teilzunehmen. Die enge Zusammenarbeit mit Angehörigen und vertrauten Personen ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreichen Arbeit.

Informationen: Konzeption zur Wohngemeinschaft für Menschen mit Gedächtnisstörungen (pdf, 35 kB)
Kontakt: Kirsten Geroneit-Jepp, 02171 49030, jepp@skf-leverkusen.de / Herr Tresp, 0214 5000490, tresp@skf-leverkuasen.de

SkF Werl 

Mobiler Sozialer Hilfsdienst

Es gibt immer mehr Menschen, die nicht pflegebedürftig sind, folglich auch keine Leistungen aus der Pflegekasse erhalten, die aber aufgrund einer Erkrankung oder ihres Alters Unterstützung im Haushalt benötigen.

Mitarbeiterinnen des Mobilen Sozialen Hilfsdienstes

Der freundliche Mobile Soziale Hilfsdienst des SkF Werl 

Für diesen Personenkreis bietet der Mobile Soziale Hilfsdienst des SkF Werl hauswirtschaftliche, unterstützende Hilfen zur Erhaltung sozialer Kontakte und beratende Dienste an. Eine Sozialarbeiterin begleitet das Projekt als Ansprechpartnerin für Klientinnen und Mitarbeiterinnen.

Informationen pdf, 12 kB

Kontakt: Christel Schwarze, 02922 870417, schwarze@skf-werl.de

SkF Wesel

Kommen Sie mit

Viele ältere alleinlebende Frauen sind in ihrer Mobilität eingeschränkt, da sie häufig keinen Führerschein haben, sich körperliche Gebrechen einstellen und die Rente zu niedrig ist, ein Taxi zu bezahlen.

Freude bei den Mitarbeiterinnen des SkF Wesel

Große Freude bei den Mitarbeiterinnen des SkF Wesel 

Die Folgen der Immobilität sind: Vereinsamung und auch Lebensunlust. Diesen Frauen wird geholfen durch regelmäßige Ausflüge und einen Fahrdienst.

Informationen pdf, 238 kB
Kontakt: Anne Oberdorfer, Ilka Mainka, 0281 95238125, mgh@skfwesel.de  

Zunehmend erreichen die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und das Frauen- und Kinderschutzhauses des SKFM Mettmann e.V. Meldungen lebensälterer Frauen: Im Jahr 2011 suchten 16 Frauen im Alter von 60 bis 85 Jahren Hilfe.